Die CSU-Bürgermeisterkandidatur … und ich
Nov 9th, 2007 | By Alexander | Category: Freizeit, Gesellschaft
Im Dörfchen, in dem ich einst lebte und in dem meine Famile noch immer lebt, herrscht die Demokratie – und das obwohl es in Bayern ist (Franken um genau zu sein, worauf wir Franken auch immer Wert legen, hier aber will ich es mal Bayern nennen). Und wie es in so einer Demokratie so ist, werben die Kandidaten im Vorfeld der Wahl für sich, stellen sich vor, zeigen ihre Sozialkompetenz und präsentieren ihre politischen Visionen. Das tun sie in so einem Dörfchen dann auch eben eher rustikaler mit einem selbstgemachten Flyer, den man dann an die Haushalte verteilt.
Dagegen ist soweit wenig einzuwenden, wenn nicht auf dem kleinen Flyer diese kleine (aber deutlich sichtbare) Buchstabenkombination wäre, just auf der Titelseite und just neben den Stammdaten des Kandidaten, meine Domain…

Was ist geschehen?
Jetzt ist mein Ruf seit der Sache mit dem Glückwunschschreiben des FC Bayern ja eh schon schwer angeschlagen, da kann man sich nicht viel mehr erlauben. Dass nun mich (und meine Familie) aber Leute ansprachen, warum wir uns denn nun so plötzlich im Dorfe politisch engagieren würden und dann auch noch einen CSU-Kandidaten so unterstützen, das warf mir dann doch einige Fragen auf. Als ich dann den Flyer das erste mal in der Hand hatte wurde es klarer. Denn sehet selbst:

Dies Bildchen aus meiner kleinen Fotogalerie von Hemhofen liegt dem Flyer ganz offensichtlich im Hintergrund.
Nun, wir kennen das ja im Internet, liebe Brüder und Schwestern, was da die (im Fussball würde man sagen) üblichen Mechanismen der Branche sind? Apollon könnte ein Lied davon singen. Doch wir machen das ja ein wenig anders, ich schreib da erstmal formlos hin und bitte um Aufklärung, was erfolgte, und nun versuchen wir ne Lösung zu finden. Zu der natürlich auch die öffentliche Klarstellung gehört, wozu auch dieser Artikel hier beitragen soll.
Denn: Nein, ich habe nichts mit der CSU-Kandidatur zu tun. In Hessen gibt es nicht mal ne CSU. Und von mir erstellte Fotografien, egal ob im Vorder- oder Hintergrund, haben auf politischen Flyern nichts zu suchen. Erst Recht nicht ohne meine vorherige Zustimmung. Das gilt sogar für Bürgermeisterkandidaten und auch für die Regierungspartei.
Und noch ein kleine Anekdote in Sachen Grafikdesign: Meine Kollegen fragten doch gleich alle, wo denn da das CSU-Logo wäre, wenn er doch von der CSU ist. Ich darauf: In Bayern ist das ganz einfach, wo nichts drauf steht, ist CSU gemeint. So sind sie halt, die Bayern, da gab es noch nie ne andere Regierung als die Schwarzen.


boah… das ist ja ein Hammer.
Was ist das für ein Dorf? – so fernab von Marions Kochbuch.
Normalerweise müsste man ja jetzt… aber deine Familie will ja noch weiterhin dort leben und ungemobbt durch die Gegend laufen.
Wahrscheinlich wird es von CSU-Seite eher als kostenlose Werbung fü deine website gesehen.
Wieviele wählen da CSU? 65 oder eher 85%
… interessanterweise ist auf der dorfpolitischen Ebene alles ziemlich ausgeglichen zwischen SPD, CSU und “Freien Wählern” – der Bürgermeister ist aktuell einer der Freien Wähler
Da hat der Herr wohl nicht ganz aufgepasst, als er das Foto sich “geliehen” hat. Komisch, denn das ist schon auffällig.
Das lustige ist ja, dass dorfpolitisch in Franken meist eine jute Ausgeglichenheit vorliegt – also zumindest von den Dörfern in meiner Umgebung. Was dann eine Stufe höher ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt
[...] Und ausdrücklich NEIN!, das mit dem Plakat hat nichts mit der Sache damals zu tun – das wurde einvernehmlich geklärt. Kann ja ich nichts dafür, dass es ausgerechnet [...]
[...] Schon wieder Politik, schon wieder Wahlkampf, schon wieder ein Flyer eines (schwarzen) Politikers (wenn auch diesmal keine erneute Bürgermeisterkandidatur – aber man kann ja nicht alles haben). Die Themen holen mich einfach immer wieder ein. [...]