Als ich mich bei der T-DSL-Installation zum Hotline-Deppen machte

Jan 10th, 2008 | By | Category: Netzwelt, Verbraucher

Symbolfoto © Endl 2007 (T-Com ist ein eingetragenes Warenzeichen)

Die gute Nachricht vorweg an alle da draußen: Auch mir, als vermeintlicher “Profi” und brutalstmöglichst-erfahrenen Web-Nutzer und Support-Fallstrickkenner passiert es noch, also dass ich mich so richtig selbst verarsche. So wie z.B. in dem Fall:

‘Gaaanz gschäftig wichtig’ habe ich mich angeboten eine Telekom DSL-Installation zu begleiten. Das Übliche halt (im Normalfall): Einstecken, Abwarten, Zahlen eintippen, gut ist. Aber es kam natürlich wie immer anders, weil es bei Computer und Co. den Normalfall nur selten gibt (und der wird dann gebührend gefeiert und erzählt wie eine prächtige Anekdote – manche sagen: urban legend). Jedenfalls ging nichts, also kein DSL und dann dachte ich mir: Ruf mal Hotline an. Da stand so eine Nummer bei technischen Problemen und ich dachte: Vielleicht ist ja was bei der Telekom nicht ok.

Und weil das Hirn manchmal eben doch komische Sachen macht, entscheide ich mich für die “Lässig-Variante” und ruf mit meinem neuen “Smartphone” an, mit Lautsprecher und so, brutal cool. Sicher, da gabs auch Gründe für, wegen Leitung frei halten und was weiss ich, jedenfalls frage ich mich heute, warum in aller Welt ich mit meinem Handy anrufen musste. Anyway. So aus dem Augenwinkel hatte ich gelesen, dass das auch nicht so teuer ist, jedenfalls dachte ich, die 2-3 Euro sind der Auftritt schon wert.

Wäre da nicht die Sache mit der Fußnote gewesen, die man doch bitte a) zu Ende lesen und b) ernst nehmen sollte … sehr ernst!

Symbolbild - Quelle: t-home-Website

So in der Art sah die auch aus, die Fußnote, so aus der Erinnerung. Man beachte die Sache mit dem “abweichende Mobilfunkpreise sind möglich”. Nun. Nicht nur ‘möglich’… Jedenfalls hing ich erst in der Warteschleife, dann erzählte ich alles einem Mitarbeiter, der sich das alles gar nicht erklären konnte und bei den Bienen und Blüten anfangen wollte, wurde vertröstet, befragt und getrennt…
Also noch mal anrufen, wieder Warteschleife, wieder alles erzählt und “neeeeiiiinn”, natürlich hat der Mitarbeiter davor sich nichts null gar nichts notiert in seinem Computer, so dass man die ganze Kiste noch mal durchmachen durfte. Dann wieder befragt, Warteschleife, rückgefragt und schließlich festgestellt, dass es einfach kaputt ist, irgendwo am Verteiler oder am Hausanschluß. Kannste machen nichts, muss Techniker kommen. Danach war mein Simyo-Guthaben verbraucht. Wie? Warum?

Ich also sauer auf Simyo, weil ich gar nicht kapierte, wie das gehen sollte, hatte ja noch gefühlte 30 Euro drauf (zudem klappte über Weihnachten auch noch die automatische Aufladung nicht – aber das nur am Rande – wahrscheinlich in dem Fall “zum Glück”). Kurzum: Der Spaß hat mich roundabout 20 Euronen gekostet. Sauber. Danke. Dafür, dass ich dann feststellen durfte, dass der Fehler bei denen liegt. Die haben uns richtig verarscht mit dem Verbraucher-Support im 21. Jahrhundert, sag ich euch. Jetzt zahlen wir schon selber für die Fehlersucher und -meldung. Ganz großes Kino.

Ok, in dem Fall nehm ich es sportlich, hätte ja nicht vom Handy zwingend anrufen müssen. Dennoch: Wäre ich darauf angewiesen gewesen, wäre ich gearscht hoch zehn.

Anekdote am Rande: Als die DSL-Anschlußinhaberin dann mit dem Mann vom Support einen Termin für den Techniker ausmachen wollte, gestaltete sich das schwierig (zwischen Weihnachten und Neujahr eben!!). Hätte also etwas dauern können und damit wäre meine Hilfe bei der Installation auch vorbei gewesen. Dann kam sie auf die geniale Idee zu fragen, wie es denn wäre mit Erstattung der Ausfallzeiten, weil man ja nicht nutzen kann und so … Nur mal so gefragt. Und plötzlich geschah ein Wunder! Der Mann im Support fand – ein Wunder! ein Wunder! – just in dem Moment und plötzlich einen Techniker, der just am nächsten Tag in der Gegend wäre und einen Termin frei habe…

Jedenfalls loft es jetzt, aber die Moral von der Geschicht:
Sonderrufnummern vom Handys besser anrufen nicht…

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Ich glaub, das war's.