Fasten. Ein Stöckchen.

Mrz 13th, 2008 | By Alexander | Category: Freizeit, Gesellschaft

Stöckchen hier rumliegen sehen.

1. Hast Du schon einmal bewusst gefastet?
Jedes Jahr eigentlich seit ein paar Jahren. Immer zwischen Aschermittwoch und Ostern. Irgendwann fand ich es einfach ne gute Idee. Und das ist es auch bis heute.

2. Was ist der Sinn von Fasten Deiner Meinung nach?
Wie schon mehrfach versucht zu erklären: Es ist kein gesundheitliches Fasten, auch kein diätisches und nicht einmal ein religiöses. Es geht nicht darum irgendwelchen Konventionen zu folgen oder Riten. Wie im gefundenen Stöckchen so treffend formuliert: »Es ist vor allem ein Kampf gegen die Abhängigkeit gegenüber bestimmten Dingen und Ritualen und eine Neu-Fokussierung auf die eigene Spiritualität. Ob es auch eine »”Kalibrierung” der Gottesbeziehung« ist, kann ich aktuell noch nicht sagen. Aber in jedem Falle eine Kalibrierung. Man muss manchmal einfach nur scheinbar kleine Dinge mal einen einzigen Tag sein lassen, um es nachvollziehen zu können: Ein Tag kein Kaffee, oder ein Tag kein TV, oder ein Tag kein Computer. Dann multipliziere man es auf 7 Wochen. Dann wird jede lieb gewonnene Kleinigkeit in ihrem Verzicht zur Herausforderung. Und da der Mensch nicht gleich ist, reicht dem einen als Herausforderung eine Kleinigkeit, die dem anderen viel zu einfach wäre – der braucht dann die harte Tour mit nur “Wasser und Brot” sozusagen. Und wenn man diesen Verzicht und dieses persönliche Ringen darum nun in einen spirituellen Kontext setzt, wird das ganz schon handfester, worum es geht.

3. Wirst Du in diesem Jahr in der Fastenzeit fasten?
Ja, mache ich aktuell. Und dieses Jahr verzichte ich auf Alkohol. Letztes Jahr hatte ich auch Süßwaren und andere Kleinigkeiten auf dem Programm, die hielt ich dieses Jahr für nicht so wichtig. Muss nächstes Jahr aber wieder neu drüber nachdenken. Dieses Jahr hielt ich es auch mit der klassischen Fastenregel, den Sonntag als Fastentag auszulassen. Ich muss das für mich mal bewerten, ob ich das nächstes Jahr wieder mit einbeziehe, da man sonst dazu neigt, den Tag etwas zu sehr zu zelebrieren. Aber eigentlich fühle ich mich bis dato damit wohl und habe auch kein Streik-Fastenbrecher-Feeling. Aber das entscheide ich auch nächstes Jahr wieder ganz für mich (und meinem Glauben) allein.

4. Ist Fasten ein Thema in der Gemeinschaft, in der Du lebst?
Indirekt. Also man fällt auf in seinem - sagen wir etwas allgemeiner statt “Gemeinschaft” - sozialem Umfeld, das kann man sagen. Es eckt irgendwie an, löst Nachfragen und manchmal ein wenig Hohn und Spott, bisweilen Interesse und oft gute Ratschläge aus. Wie schon oft betont ist am bemerkenswertesten, dass die wohl am meisten registrierte Reaktion ist: Ich dachte du fastest …. Egal ob Nutella-Brötchen oder am Kaffee-Automaten. Die Vorstellung, was man, wenn man schon fastet, alles so zu tun hätte, ist schon auffallend. Mindestens ebenso wie den bisweilen fast missionarischen Eifer zu überzeugen, dass man – wäre man an meiner Stelle – natürlich das nur so oder so machen würde, alles andere wäre schlicht inkonsequent (vor allem dann auch noch das mit dem Sonntag…), entspräche nicht der wahren und reinen Lehre oder sei unnütz. Man selbst fastet dabei für gewöhnlich nicht…

Und auch dieses Stöckchen will geworfen werden, auch wenn es vielleicht genau kontroverses Feedback auslösen könnte. And the Fasten-Stöckchen goes to: Andi, Jan, Henning (im Streß), Julie (vielleicht dieses Jahr schwierig mit Fasten … :grin: ) und bosch

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  1. Ich faste nicht, fange keine Stöckchen und lehne Fußball ab. Haben wir uns verstanden, Endl?

  2. Gleichzeitig lehne ich Zwinkersmileys ab und fand im übrigen Deine Einlassungen zum Thema recht interessant.

  3. Muss ich jetzt, Jawoll, Herr Bosch! sagen? Oder sowas?

    Aber es bringt mich auf den interessanten Punkt, ob man einfach “bosch” sagt, “Herr Bosch” oder wie eigentlich? “Endl” so nackisch finde ich irgendwie unrund.

    Und außerdem ist Fußball immer noch wichtig und das war kein Zwinker- sondern ein Grinsesmiley und außerdem vielen Dank für das Kompliment.

  4. Ich bin ja ungedient und habe es eigentlich nicht so mit dem Zackigen. Bosch geht irgendwie ohne “Herr”, das ist ja auch mehr so ein Pseudonym. Herr Endl ist natürlich schöner, Herr Endl.

    Fasten und Fußball passt doch (abgesehen vom fabelhaften Stabreim) auch nicht wirklich zusammen, oder, Herr Endl?

  5. Habe vergessen zu erwähnen: ich bin ungedient im Sinne von verweigert, also ersatzgedient (mit ohne Schießgewehr).

  6. Najut. Wenn ich was gegessen hab. :)

  7. Sollten wir nicht alle ungedient sein? Jedenfalls erinner ich mich noch gut daran, als ich dem armen Mann am Musterungsschreibtisch so unverblümt auf die Frage “Haben Sie verweigert oder haben Sie vor zu verweigern?” mit einem “öh, ja” antwortete und fortan meine Formulare ein Edding-Breitspitze-rotes KV zierte.

    Aber was hat das nun mit Fußball und Fasten zu tun? Genau, nichts. Daher bleiben ja nur die beiden, die wenigstens mit F beginnen und beide mit zeitlich beschränkter Entbehrung zur Erlangung eines Ziels zu tun haben, das im gesamtgesellschaftlichen Kontext keinerlei Auswirkungen hat. Wenn das nicht wenigstens ‘etwas’ ist.

  8. Mahlzeit, Julie.

  9. … und nie mit vollem Mund bloggen!

  10. Der Zusammenhang: Verzichtet man beim Fasten auf Bier oder tut man das nicht, weil die Mönche ja auch ihr Starkbier zum Zwecke des Konsums in der Fastenzeit brauten? Falls man auf Bier verzichten muss, wäre nämlich Fußball erst recht nicht zu ertragen, weil man sich nüchtern nicht ansehen kann, wie halbwegs erwachsene Männer einem kleinen Ball hinterherlaufen.

    Übrigens: Deine Kommentarabos funktionieren nicht. Ich bekomme keine E-Mail, obwohl ich sie bestellt habe.

  11. danke für den Hinweis, Henning merkte das auch schon an … hab mal ein Update des Plugin eingespielt und teste

  12. Test Test

  13. Also im Test gehts jetzt

  14. Nun funktioniert es wieder. Hurrah!

  15. Interessant, dass alle Leute, die nur mal eben so fasten, ohne grossen religiösen Hintergrund und nur um “nicht abhängig zu werden” von lieben Gewohnheiten, dies eben in der Fastenzeit und für 7 Wochen tun. Und wieso sollte man nicht abhängig sein von lieben Gewohnheiten und guten Dingen?
    Geschwätz, religiöses.

  16. Sogar ganz unangenehme Purschen, diese Leute. Die Römer dagegen, das sind Schneidige! Alles Spalter, diese Fastenjünger.

  17. beim nutellabrötchen zum frühstück hab ich mir das “ich dachte du fastest” auch anhören müssen. allerdings hab ich auch auf süßkram verzichtet, deshalb sehe ich ein, dass das grenzwertig ist … :)

    by the way: hab durch dich grad entdeckt, dass mein testdomain noch aktiv war. ich habe sie grad gelöscht, weshalb dein erster link jetzt ins leere geht. das ist jetzt der richtige: http://www.bodenpe...-Stoeckchen..html

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Ich glaub, das war's.