Studentensyndrom

Mai 13th, 2008 | By | Category: Gesellschaft

Also schon was gebracht, dieses twittern: Ein neues Wort und eine Erkenntnis

bosch wollte prokrastinieren und wer sowas schreibt, hat meinen Respekt! Denn das Wort kenne ich nicht. :grin:

Dahinter versteckt sich vermeintlich banal das Wort Aufschieben, doch dafür gibt es doch glatt einen eigenen Wikipedia-Eintrag mit interessanten Aspekten:

Manche Menschen sind wesensbedingt erhöht motivationsabhängig, sie schaffen es nur unter großer Überwindung, Tätigkeiten, die als langweilig empfunden werden (und deren Gewinn erst sekundär oder zukünftig entsteht), in Angriff zu nehmen. Dabei sind sich die Betroffenen der ihnen durch das Verschieben entstehenden persönlichen Nachteile durchaus bewusst, was Unlust oder sogar Angst auslöst, die aber als Negativgefühle ihrerseits das In-Aktion-Treten erschweren oder gar verunmöglichen. Ein Teufelskreis entsteht: Die Betroffenen nehmen sich immer wieder vor, die unangenehmen Aufgaben zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erledigen – doch sie lassen diese Zeitpunkte auch immer wieder verstreichen. Dadurch wachsen Angst, Scham und Druckgefühl stark an, welche als Negativgefühle ihrerseits zusätzlich das In-Aktion-Treten untergraben.

Dabei musste ich zum einen an meinen noch immer nicht wiedergefundenen Effekt denken, zum anderen an meine Studentenzeit – womit wir beim nächsten Punkt heutiger Aha-Erlebnisse wären: Dem tatsächlich so benannten Studentensyndrom.

Vielleicht ist mein gesuchter “Gorson-Effekt” eigentlich ein Goldratt-Effekt und bezieht sich auf die Methode der kritischen Kette? Aber diese Theory of Constraints beschäftigt sich zwar auch mit Verhalten von Menschen mit Aufgaben verschiedener Komplexität und Gewichtung, aber eben noch nicht den Effekt, dass man sich stets der Aufgabe zuwendet, die zwar auch unangenehm ist, aber eben nicht so unangenehm wie die eigentlich wirklich wichtige Aufgabe. Beispiel: Student putzt Wohnung statt die Abhandlung fertig zu schreiben. Womit wir also dann doch eher wieder bei einer Art “Studentensyndrom” wären.

Alles sehr interessant.

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Ich glaub, das war's.