Also wenn die Welt unterginge … also so in echt

Sep 9th, 2008 | By | Category: Freizeit, Gesellschaft

Also einfach mal so angenommen, die werfen morgen ihren Large Hadron Collider an und dann … ups … merken sie, dass das keine gute Idee war und eine Kettenreaktion hin zum schwarzen Loch beginnt, von denen keiner ne Ahnung hat, wie man sie aufhalten kann, weil man ja beim Start des Experiment nicht mal wusste, dass man sie a) auslöst und b) was da eigentlich passiert. Ist am Anfang nur so ein kleines schwarzes Loch, um das alles noch begeistert rumstehen und Experimente machen, dann aber rechnet einer einen kontinuierlichen Größenwachstum aus und die Laune sinkt.

Nachdem man dann so schuldvolle Blicke sich zuwirft und sich auf die Schultern entlastend klopft mit Sätzen wie “aber das konnte nun wirklich keiner ahnen” und “die Wahrscheinlichkeit, dass das passieren würde, war doch unter 1%”, informiert man sicherheitshalber mal das jeweilige Ministerium und die schließen sich kurz und hoffen, dass alles nicht so schlimm ist. Ist es aber, weil mittlerweile das Gebäude einstürzt, dass die US Air force sicherheitshalber noch mal dem Boden gleichmacht – worüber die Schweiz echt sauer ist. Bringt aber nichts, ist ja keine Frage von Energie und Masse, wie man das so kannte beim üblichen Bombardieren, als die Welt noch in Ordnung war.

Am Anfang wollen die Regierungen dann keine Panik verbreiten und halten die Meldung zurück bis einer auf den Trichter (*hihi Wortspiel) kommt, dass es eigentlich scheißegal ist, ob man nun vor Schreck einen Herzinfarkt bekommt, von Plünderern gemeuchelt wird, in der Hysterie zertrampelt oder eben in ein (schwarzes) Loch fällt. Einer steckt es also doch der Presse, die allerdings eh schon seit Stunden drüber berichten, nun aber eben amtlich: “Sorry, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, da ist was ziemlich schief gelaufen. Normalerweise würden wir jetzt einen Untersuchungsausschuß gründen, der aber sowas von untersuchen würde, das glaube man kaum, aber bis allein der formale Beschluß dafür gefasst sein würde, wäre leider alles hier weg – und damit meine man auch wirklich alles. Lebt wohl wäre nicht so angebracht, eher ein freundlich gemeintes Tschüß”.

Und dann säße man so gegen Mittag oder früher Nachmittag in seinem Büro und würde sich denken: Scheiße! Bringt aber auch nichts. Chef würde sagen: Ich glaub ihr könnt heut früher heimgehen und das täten dann wohl alle. Und danach? Was macht man dann eigentlich bis das Unvermeidliche eintritt?

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Ich glaub, das war's.