Zielpublikum wendet sich vom Internet Explorer ab

Dez 16th, 2008 | By | Category: Netzwelt, Verbraucher

Screenshot Firefox

Dass ich das noch mal im Leben schreiben würde …

Aber ich hab gerade die Nase gestrichen vom Internet Explorer voll und gebe Firefox seine erste echte Bewährungschance in meinem nun schon ziemlich langen Online-Leben. Warum? Kann ich euch gern sagen.

Vorweg: Es hat nichts mit Klassenkampf zu tun. Ich fand das Projekt Firefox schon immer gut, aber der Internet Explorer war immer bisschen wie “zu Hause”. Fühlte sich besser an, vertrauter. War damals einer der ersten, die sich vom ehemaligen Flagschiff Netscape abwendeten, das war als Netscape noch die Kommerzmaschine war und der Internet Explorer der kleine kostenlose Rivale, der dem Platzhirsch die Stirn bieten wollte. Seitdem blieb ich dabei, kein Netscape, kein Opera und schon gar kein Google Chrome oder Safari kamen da ernsthaft in Betracht.

Installiert sind sie zwar alle, das gehört bei mir auch zum Biz, aber nur der Firefox war noch sowas wie die erste zweite Wahl, wenn mal was nicht ging. Aber der Internet Explorer hat es nun wirklich geschafft in einem “Zermürbungskrieg” mir die Laune zu verderben. Und dabei sind es am Ende Kleinigkeiten, die sich ansammelten.

Es sind diese (typisch) microsoftschen ständigen Belehrungen und Nachfragen, die man auch nicht mal deaktivieren kann. Der ständige Hinweis auf “Inhalte aus nicht sicheren Bereichen”, das Blocken von Eingabefenstern in WordPress, was man temporär zulassen kann, dann aber seine Seite neu laden muss und dabei die Eingaben verliert – oder die Seite als “sichere Seiten” einträgt, dann aber bei jedem Crosslink “gewarnt” wird, man betritt nun denn (eigenen) sicheren Bereich. Dazu kamen Probleme bei vielen modernen Websites, bei denen man Text nicht mehr markieren kann (wie 11Freunde.de oder auch die eigenen Überschriften im Blog).

Microsoft-Produkte erscheinen mir zunehmend wie das klassische amerikanische Produkt, bei dem man auf den Rückspiegel schreibt »Objects in Mirror Are Closer Than They Appear«. Ich weiß schon, wenn ich eine Datei lösche, dass ich sie lösche und brauche dann nicht noch einen Hinweis, dass sie nun gelöscht ist. Und wenn ich einen Link anklicke der zu meinen gesicherten Seiten führt heisst das auch, dass ich zu meinen gesicherten Seiten möchte, die übrigens auch nur deshalb gesicherte Seiten sind, weil ich sonst eben (siehe oben) keine Eingabeaufforderung öffnen konnte, obwohl ich auf den Button “Eingabeaufforderung” klickte. Ich kann diese ständigen Hinweise und Warnungen nicht mehr ertragen und sie behindern mich. Mirwegen mag das sinnvoll und nützlich sein, aber ich möchte es auch gern abschalten können, wenn sie mich nerven. Da ich das nicht kann, schalte ich das ganze Programm eben jetzt aus.

Die meisten Zielpublikum Weblog Leser sind übrigens Firefox-Nutzer, was im Verhältnis zum Netz insgesamt eher ungewöhnlich ist.

Und damit ich mich auch bisschen wie “zu Hause” fühle, hab ich meine Links alle importiert und mal ein Theme installiert – und nun sieht es auch noch aus wie in der Browser-Umgebung bei mir zu Hause unter Vista. :-)

Ich denke, Firefox hat nun endlich auch bei mir eine faire Chance verdient.

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Ich glaub, das war's.