Rivva wird eingemottet

Mai 5th, 2009 | By | Category: Bloggersdorf, Netzwelt

Es gibt nicht viele innovative Dienste/Ideen im Web 2.0, abseits der Killerapplikationen wie Facebook oder Twitter, die es lohnte länger zu beobachten – zu dünn oft die Idee, zu absehbar die Fallstricke. Im Bereich Blogs versuchte lange Technorati Ordnung in das Chaos die Vielfalt zu bekommen, scheiterte aber – in den Augen vieler zumindest – an sich selbst, als man sich erst zu wichtig nahm, dann unerklärlich restrukturierte und schließlich komplett die Linie verlor. Hier im Umfeld des Autoren jedenfalls spielt Technorati keine Rolle mehr seit langem.

Rivva dagegen gewann mehr und mehr Aufmerksamkeit – zwar langsam und uneuphorisch, aber doch stets. Doch das könnte bals Geschichte sein:

2+ Jahre habe ich in dieses Projekt investiert, viel experimentiert und dabei viel gelernt. Doch es wird Zeit, loszulassen, Rivva einzumotten und neue Wege einzuschlagen.

Ich werde versuchen, den Dienst noch in einem möglichst pflegeleichten Modus fortzuführen. Die Weiterentwicklung aber ist bis auf Weiteres eingefroren.

via Rivva Blog » In a silent Way.

Die Idee, aus der Kakophonie der Blogosphere die Gleichklänge herauszufischen, die Trends aufzuspüren und damit auch für die Medien und Gelegenheitsnutzer zugänglicher zu machen, lohnt mit und ohne Rivva weiter verfolgt zu werden. Die Probleme werden aber wohl immer die gleichen bleiben – es ist das Problem der Masse und die Frage nach dem “Was macht eine Sache wichtig?”. Sind es wirklich die Erwähnungen in den wichtigen Blogs, die eine Meldung erwähnenswert machen? Oder die Anzahl der Erwähnungen? Oder ist nicht manchmal eine Meldung wichtig, die allein von einem ganz unwichtigen Blog gebracht wurde – aber wer wollte das beurteilen?

Rivva war ein Versuch, ein guter Versuch dazu. Aber es lebte vom Engagement einzelner. Man darf gespannt sein, was danach kommt – oder wie es weitergeht.

[via]

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Ich glaub, das war's.