1. Frankfurter Twittwoch

Dez 3rd, 2009 | By | Category: Leitartikel, News
Andrea Otto und Henning Krieg

Andrea Otto und Henning Krieg

Am 2.12.2009 fand in den Räumlichkeiten des Deutschen Fachverlags in Frankfurt der 1. Frankfurter Twittwoch statt.

Die neue Veranstaltungsreihe, die ihren Urprung (nicht verwunderlich) in Berlin hatte, konnte bei ihrer Auftaktveranstaltung mit interessanten Vorträgen locken, die die (geschätzten) 60 Teilnehmer auch nicht enttäuschten. Sowohl die Vorstellung von tweetranking.de durch den Initiator Holger Schmidt, Netzökonom der FAZ, wie auch die Vorträge von Kimmo Best, Leiter externe Kommunikation der SEB, über den SEB-Twitter oder – als Überraschungsgast – ein Vertreter der Stadt Frankfurt zu den Twitter-Aktivitäten der Stadt, waren informativ, kurzweilig und auch angenehm Frankfurt-bezogen.

Holger Schmidt - tweetranking.deAlle drei Vorträge gaben interessante Einblicke gerade auch in die Anfänge der drei durchaus bekannten Tweets. Interessant dabei, dass Twitter allseits doch als Kommunikationskanal attraktiv ist, aber keiner so Recht weiß, was er damit anfangen kann, will und nicht zuletzt darf (gerade in Bezug auf Banken). Auch informativ aber auch die Zahlen, die doch im Medien-Vergleich noch sehr ernüchternd sind – sowohl in Bezug auf die Follower als auch in Bezug auf die Resonanz, die ein Tweet auslöst (40 Retweets der Stadt Frankfurt für einen Tweet galt bereits als “outstanding”).
Welche Schwierigkeiten (und Lösungsideen) man hat um dieses Twitter schließlich überhaupt greifbar zu machen, zeigte Holger Schmidt auf, der mit tweetranking.de eine Kategorisierung und nicht zuletzt Wertung (Gewichtung) versucht, um relevantes von unrelevanten zu unterscheiden – eine bereits im Ansatz nicht ganz unkritische Herangehensweise, sieht man in der nicht hierarchisierten Twitter-Welt gerade die Stärke des Mediums.

Als Fazit blieb wohl, dass Twitter als Kanal sehr reizvoll ist, aber aller Anfang – gerade von Unternehmensseite aus – durchaus schwer, da der Einstieg zwar geradezu verführerisch einfach sich gestaltet, die Probleme aber bereits um die erste Ecke warten. Dazu gehören neben Rechtsfragen auch die Fragen nach dem zu betreibenden Aufwand für das eigene Twittern, mehr aber noch für die Teilnahme an der Twitter-Community, was neben eigenen Tweets auch das lesen und beantworten der Tweets anderer erfordert – wie auch Anfragen zu beantworten.

Dass veranstaltungsbegleitend getwittert wurde, war zu erwarten, nachzulesen unter dem Hashtag #twffm. Mehr zur 1. Frankfurter Twittwoch-Veranstaltung demnächst unter www.twittwoch.de, dann auch mit den Präsentationen zum Download zum Nachlesen.

Kleine Anekdote am Rande: Als Robert Basic (alias RobGreen) der Twittergemeinde mitteilte, er habe Hunger, wurden ihm während der Veranstaltung eine Birne und ein Corny zugesteckt. So praktisch kann Twitter sein. :-P

Die Twitter-Adressen zur Veranstaltung:

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Ich glaub, das war's.