Neues vom SEO

Sep 20th, 2012 | By | Category: Leitartikel, Netzwelt

Neulich im Seminar: „Suchmaschinenoptimierung: Trends, Strategien, Werkzeuge“

Die BIEG Hessen ist keine schlechte Sache. Die „neutrale Beratungsstelle für Online-Marketing“ heißt eigentlich „Beratungs- und Informationszentrum elektronischer Geschäftsverkehr Hessen GbR“ und ist ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sowie der genannten Industrie- und Handelskammern“ und veranstaltet in schöner Regelmäßigkeit Veranstaltungen, die für kleines Geld ein bisschen mehr an Wissen vermitteln. Die 30 Euro für das „Update Suchmaschinenoptimierung“ haben sich jedenfalls gelohnt und auch wenn die 3 Stunden Vortrag von Andreas Köninger (Vorstand SinkaCom AG) zwar keine revolutionären Neuheiten ergaben noch aus den Anwesenden kleine SEO-Experten machen konnte, so fühlte man sich am Ende doch wieder etwas „aktualisiert“.

Kernthesen, die dabei im Kopf blieben:

„SEO ist immer ein Arbeiten in scharf abgrenzbaren Nischen. Wer das nicht verstanden hat, hat das Thema noch nicht durchdrungen.“

Eine Weisheit, die man heute problemlos auch auf Social Media übertragen kann. Wer meint mit voller Dröhnung den Markt überfluten zu können, ohne vorher mal seine Zuhörerschaft eingekreist zu haben, wird neben Hörschäden bald in der Kakophonie der anderen Schreihälse untergehen.

Wenn man nix zu sagen hat, nutzt es auch nix nen neuen Kanal aufzumachen.

Dazu passend dieses schöne Zitat. Viel bringt viel stimmt gerade in Social Media nur, wenn man auch was zu sagen hat.

Content is King. Und duplicate Content bleibt ein Problem.

Ganz generell gilt der alte und neue immergültige Spruch: Content is King. Was immer einem an SEO verkauft wird, an technischen Tricks und Spielereien an die Hand gegeben – bringt alles nix, wenn man nix zu verteilen hat, wenn nix zu finden ist. Nur wer eigenen Content hat, der wird von Google auch hofiert, wer sich von anderen mit Content bedient, schadet sich und den anderen gleich dazu, und wer zu bereitwillig seinen Content von sich gibt, der verschleudert seine inneren Werte.

Backlinks sind das Maß der Dinge

Wer kennt sie nicht? Die unzähligen Anfragen nach Linktausch, Kooperationen und Linkplatzierungen im Taschengeldformat. Was soll’s? Wird mancher sagen, die paar Euro nehm ich mit, ist ja nur ein Link. Dabei ist gerade der gesetzte Link das wohl höchste Gut eines Websitebetreibers und hat durchaus (positive wie negative) Auswirkungen. ‚Drum prüfe wer sich ewig linket‘ möchte man zurufen. Denn Links zu setzen bedeutet immer auch ein wenig von sich wegzugeben. Die Linktausch&Co.-Anfragenden wissen das wohl, wovon auch diese nette Anekdote bei wirres.net zu berichten weiß: Kooperationsanfrage

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Gefunden werden scheint heute schwieriger denn je, denn neben vielen technischen Fallstricken und Fehlern bei der Publikation gilt es heute mit Akribie die Regeln des „Big Brother“ Google zu beachten. Dennoch: Die Maßgabe des BIEG-Referenten, sich wöchentlich 1 Stunde dem SEO zuzuwenden, ist wohl nur für ambitionierte Geschäftsmodelle im WWW vertretbar. Gerade wer ’nebenbei noch was arbeitet‘ wird kaum Zeit und Sinn für (prozentual) so viel Aufwand für (fragwürdigen) Ertrag investieren. Die Zeit, die hier abzuknapsen ist, wäre bei den meisten wohl im Schwerpunkt dann doch wieder bei dem investiert, worum es eigentlich gehen sollte: Inhalte.

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